CyberKnife®
Tumorbehandlung mit höchster Präzision – ambulant und schonend.
Das CyberKnife® ist ein robotergestütztes Radiochirurgie-System, das Tumoren mit höchster Präzision bestrahlt – ohne Schnitte, meist ambulant und in deutlich weniger Sitzungen als herkömmliche Strahlentherapien. Wir betreiben als eines von 14 Systemen dieser Art das einzige CyberKnife-Gerät in Niedersachsen.
Mit einem starken Ärzteteam und moderner Technik bieten wir Ihnen eine weitreichende Diagnostik und Therapie – persönlich, nah und kompetent.
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Schonend, schmerzfrei und punktgenau
Präzise Therapie ohne Operation
Mit dem CyberKnife®-System können die therapeutischen Strahlen exakt auf den Tumor gerichtet werden, wodurch das umliegende gesunde Gewebe geschont wird. In vielen Fällen ist das CyberKnife® eine nichtinvasive Alternative ohne Schnitte zur herkömmlichen Operation. Zudem ist die Behandlung in der Regel schmerzfrei, und es sind oft weniger Sitzungen als bei anderen Strahlentherapien erforderlich.
Tumoren im Gehirn, in der Wirbelsäule, in der Lunge, in der Leber, in der Bauchspeicheldrüse und in der Prostata können damit exakt lokalisiert und bestrahlt werden. Auch bei gutartigen Erkrankungen wie bestimmten funktionellen und entzündlichen Krankheitsherden wird das CyberKnife® erfolgreich eingesetzt.
Unsere erfahrenen Spezialisten in Aurich arbeiten eng mit dem Deutschen Zentrum für Stereotaxie und Präzisionsbestrahlung (DZSP) zusammen.
Einsatzbereiche
Das CyberKnife® eignet sich besonders für Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs im niedrigen bis mittleren Risikostadium (Gleason-Score 6–7, PSA unter 20 ng/ml). Auch bei Patienten, die eine Operation ablehnen oder für eine Operation nicht geeignet sind, sowie bei Rezidiven nach früherer Behandlung bietet das CyberKnife® eine wirksame Alternative.
Niedrig- bis Mittelrisiko-Prostatakrebs:
– Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs, der nicht über die Prostata hinausgewachsen ist.
– Patienten mit einem Gleason-Score von 6-7.
– Patienten mit einem PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen) unter 20 ng/ml.
Frühstadium-Prostatakrebs:
– Patienten, bei denen der Krebs frühzeitig diagnostiziert wurde und sich noch nicht auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat.
Gesundheitszustand:
– Patienten, die aufgrund anderer gesundheitlicher Probleme oder persönlichen Präferenzen keine Operation wünschen oder für eine Operation ungeeignet sind.
– Patienten, die sich eine nichtinvasive Behandlung mit kürzerer Erholungszeit wünschen.
Patienten mit Rezidiv-Prostatakrebs:
– Patienten, deren Krebs nach einer früheren Behandlung (wie einer Operation oder einer herkömmlichen Strahlentherapie) wieder aufgetreten ist und die eine erneute Behandlung benötigen.
Vorteile von CyberKnife® bei Prostatakrebs
CyberKnife® richtet die Strahlung mithilfe präziser Bildgebung und Robotertechnik hochgenau auf den Tumor – das schont umliegendes gesundes Gewebe. Die Behandlung ist nichtinvasiv, also ohne Schnitte, Narkose oder Krankenhausaufenthalt, und kommt meist mit wenigen Sitzungen aus statt der mehrwöchigen herkömmlichen Strahlentherapie. Dadurch lassen sich auch die Nebenwirkungen oft reduzieren.
Einschränkungen und Überlegungen
Bei aggressiverem oder fortgeschrittenem Prostatakrebs (z. B. hohem Gleason-Score oder hohem PSA-Wert) kann eine Kombination verschiedener Behandlungsansätze nötig sein – CyberKnife® ist dann Teil eines umfassenderen Therapieplans. Jede Behandlung wird individuell geplant: Ein spezialisierter Onkologe berücksichtigt dabei die Eigenschaften des Tumors und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.
Behandlungsprozess
Zunächst bestimmen wir mit Bildgebungsverfahren wie MRT und CT die exakte Lage des Tumors und erstellen einen individuellen Behandlungsplan. Während der Behandlung liegt der Patient bequem auf einer Liege, während das System die Strahlung präzise auf die Prostata richtet – jede Sitzung dauert etwa 30 bis 90 Minuten, die gesamte Therapie ist meist nach wenigen Sitzungen abgeschlossen. Nach jeder Sitzung können die Patienten direkt nach Hause gehen und kehren in der Regel schnell zu ihren normalen Aktivitäten zurück.
Möchten Sie mehr über moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs erfahren? In diesem aufschlussreichen YouTube-Video wird die „Behandlung von Prostatatumoren mit Präzisionsbestrahlung am CyberKnife S7 System“ anschaulich erklärt.
Bei Brustkrebs kommt das CyberKnife® vor allem in folgenden Situationen zum Einsatz:
- Lokalrezidiv nach Operation oder konventioneller Bestrahlung
- Inoperable Tumoren aufgrund von Begleiterkrankungen oder Tumorlage
- Begrenzte Metastasen (z.B. in Gehirn, Wirbelsäule oder Lunge)
- Boost-Bestrahlung als ergänzende Behandlung nach konventioneller Strahlentherapie
Geeignete Patienten für CyberKnife® bei Brustkrebs:
Lokalrezidivierender Brustkrebs:
Patientinnen, deren Brustkrebs nach einer früheren Behandlung (Operation, herkömmliche Strahlentherapie) wieder aufgetreten ist und sich lokal begrenzt auf die Brust oder die angrenzenden Lymphknoten befindet.
Inoperable Tumoren:
Patientinnen, die aufgrund von Komorbiditäten oder der Lage des Tumors nicht für eine Operation geeignet sind.
Behandlung von Metastasen:
Patientinnen mit begrenzten metastatischen Erkrankungen (Oligometastasen), insbesondere wenn sich die Metastasen in Bereichen befinden, die präzise Strahlung erfordern, wie z. B. im Gehirn, in der Wirbelsäule oder in den Lungen.
Boost-Bestrahlung:
Als zusätzliche Strahlendosis (Boost) nach einer herkömmlichen Strahlentherapie, um gezielt verbleibende Krebszellen in einem bestimmten Bereich der Brust zu behandeln.
CyberKnife® bei Pankreaskrebs
Die stereotaktische Bestrahlung mit CyberKnife® spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Pankreaskopfkarzinomen – besonders dann, wenn der Tumor nicht operabel ist oder eine besonders präzise Bestrahlung nötig ist.
Präzision und Schonung des umliegenden Gewebes
Das CyberKnife®-System richtet die Strahlung hochpräzise auf den Tumor im Pankreaskopf. Das ist besonders wichtig, weil das Pankreas dicht an empfindlichen Strukturen wie Dünndarm, Leber und großen Blutgefäßen liegt. Die genaue Ausrichtung schont das gesunde umliegende Gewebe und verringert so das Risiko von Nebenwirkungen.
Behandlungsmöglichkeiten
Für Patienten, die aufgrund von Größe, Lage oder Metastasen nicht operiert werden können – oder denen eine Operation gesundheitlich nicht zuzumuten ist – bietet CyberKnife® eine nichtinvasive Alternative. Die Methode lässt sich sowohl vor einer Operation (zur Verkleinerung des Tumors) als auch danach (zur Beseitigung verbliebener Krebszellen) einsetzen und kann mit einer Chemotherapie kombiniert werden.
Behandlungsvorteile
Im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie, die sich über mehrere Wochen zieht, ist die Behandlung oft in wenigen Sitzungen abgeschlossen – das entlastet den Patienten und ermöglicht eine schnellere Rückkehr in den Alltag. Bei Bedarf kann die Behandlung zudem wiederholt werden, was bei herkömmlicher Strahlentherapie wegen der Gesamtstrahlendosis häufig nicht möglich ist. Das schafft zusätzliche Flexibilität, etwa bei wiederkehrenden Tumoren.
Klinische Ergebnisse
Studien zeigen, dass die stereotaktische Bestrahlung mit CyberKnife® bei Pankreaskopfkarzinomen gute lokale Kontrollraten und eine bessere Lebensqualität ermöglicht. Auch wenn die langfristigen Überlebensraten bei Pankreaskrebs insgesamt niedrig bleiben, kann die präzise Bestrahlung helfen, das Tumorwachstum zu kontrollieren und Beschwerden zu lindern.
Trigeminusneuralgie
Die Trigeminusneuralgie ist das häufigste Gesichtsschmerzsyndrom (bis zu 5 Fälle pro 100.000 Einwohner). Betroffene erleben blitzartig einschießende, extrem heftige und stechende Schmerzen in einer Gesichtshälfte, die über Sekunden anhalten. Die Attacken nehmen mit der Zeit oft zu. CyberKnife® bietet hier eine roboterunterstützte, nichtinvasive Behandlungsmöglichkeit.
Funktionsweise
Das System richtet hochfokussierte Strahlen mit äußerster Präzision auf den Trigeminusnerv, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen. Die gezielte Strahlung verringert die Weiterleitung der Schmerzsignale im Nerv – das kann die Schmerzattacken deutlich reduzieren oder ganz beseitigen. Anders als bei einer Operation sind keine Schnitte, keine Narkose und kein Krankenhausaufenthalt nötig; die Patienten können meist direkt nach der Behandlung nach Hause gehen. Die Erholungszeit ist minimal, und bei Bedarf lässt sich die Behandlung wiederholen.
Behandlungsprozess
Zunächst bestimmen wir mit CT oder MRT die genaue Lage des Trigeminusnervs und erstellen einen präzisen Behandlungsplan. Während der Behandlung liegt der Patient bequem auf einer Liege, während das System die Strahlung auf den Nerv richtet – der Vorgang dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten. Nach der Behandlung treten meist nur minimale Nebenwirkungen auf, und die Patienten können schnell nach Hause. Die Wirkung zeigt sich oft erst nach einigen Wochen, da der Nerv allmählich auf die Strahlung reagiert.
Wirksamkeit und Nebenwirkungen
Studien zeigen, dass CyberKnife® bei vielen Patienten zu einer deutlichen Schmerzlinderung führt. Die Erfolgsrate variiert, doch viele Betroffene erleben eine spürbare Besserung. Die häufigsten Nebenwirkungen sind vorübergehende Taubheitsgefühle oder Kribbeln im Gesicht; schwerwiegendere Komplikationen sind selten.
Moderne strahlentherapeutische Verfahren
Neben dem CyberKnife® bietet der Standort Aurich weitere moderne strahlentherapeutische Verfahren an, sodass unsere Patienten die bestmögliche Versorgung bei einer Krebserkrankung erhalten können. Unter anderem ist bei uns auch ein TrueBeam-System im Einsatz, das ähnlich wie das CyberKnife® funktioniert.
Die Behandlungen erfolgen überwiegend ambulant und ermöglichen dem Patienten so, seinen Alltag weitgehend beizubehalten. Die zentrale Lage und die Nähe zu vielen wichtigen Fachdisziplinen für die Tumortherapie wie der onkologischen Praxis im angegliederten Fachärztezentrum, erlauben es uns, alle Behandlungsoptionen gewissermaßen aus einer Hand anzubieten. Neben der Behandlung bösartiger Tumoren umfasst unser Leistungsspektrum auch die Therapie gutartiger Erkrankungen wie Arthrosen sowie funktioneller und entzündlicher Krankheitsherde.
Behandlung und Begleitung
Die Diagnose Krebs ist für Patienten und Angehörige eine immense emotionale Belastung. Neben der körperlichen Behandlung bieten wir daher in Therapie und Nachsorge eine psychoonkologische Begleitung an.
Erfahrene Spezialisten helfen Ihnen, Ängste und psychische Belastungen zu reduzieren – durch Einzelgespräche, emotionale Unterstützung und Bewältigungsstrategien. In engem Austausch mit dem behandelnden Team sorgen sie dafür, dass die psychische Betreuung optimal in den Behandlungsplan integriert ist. Dieser ganzheitliche Ansatz berücksichtigt Körper und Seele und hilft, die verlorene Lebensqualität zurückzugewinnen.
Unser Team begleitet Patienten und Angehörige während der gesamten Krankheitsphase und hilft ihnen, neue Kraft und Zuversicht zu schöpfen.